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Das hochsensible Kind und der Krieg

Der Krieg ist in aller Munde, die Medien sind voll von Nachrichten. Ob man will oder nicht, man muss sich damit beschäftigen. Wir alle machen uns Gedanken, haben unsere Ängste. Wie viel stärker ist dies bei hochsensiblen Kindern. Sie haben nicht nur eigene Gedanken und Ängste, sie spüren auch die Ängste und das Leid der anderen teilweise so, als wäre es ihr eigenes.
Bei meinem Enkel merke ich ganz oft, dass er im Auto bei den Nachrichten plötzlich verstummt und in sich versinkt. Er leidet und er hat Angst.
Wie aber nun kann ich einem hochsensiblen Kind in dieser Zeit helfen?
Zum einen ist es bedeutend, die Gefühle des Kindes zu verstehen und an seiner Seite zu sein. Mache niemals den Fehler das ganze zu bagatellisieren und runter zu spielen. Das würde das Kind nicht beruhigen, sondern gibt nur das Gefühl mit dem Schmerz allein zu sein. Zeig ihm Verständnis und Liebe.
Versuche auch nicht, das Thema zu umgehen, sondern beantworte die Fragen des Kindes, auch wenn es darunter leidet. Die Fragen verschwinden nicht von alleine und es ist besser, wenn sie ausgesprochen werden, besonders wenn ein Mensch dabei ist, dem das Kind vertraut.
Versuche mit ihm zusammen etwas Gutes zu tun. Vielleicht ein Spielzeug spenden oder ähnliches. Besonders gut ist es, wenn Dein Kind schon so alt ist, dass es selber etwas überlegen kann, wie es helfen kann. Nichts ist schlimmer für ein hochsensibles Kind als die Schmerzen anderer zu spüren und nicht helfen zu können. Auch eine kleine Hilfe gibt dem Kind das Gefühl etwas Gutes getan zu haben und geholfen zu haben, den Schrecken zu mindern.
Versuche des Fokus des Kindes auf die schönen und guten Dinge in seinem Leben zu ziehen. Das heißt nicht, wie schon oben geschrieben, dass Du das Thema verdrängen sollst. Im Gegenteil rede darüber, aber sorge dafür, dass die Angst und der Schmerz das Kind nicht beherrscht, sondern es danach auch noch die guten Dinge im Leben sieht und nicht nur in seinem, sondern generell. Da ist ein Tier geboren, schau mal. Da kommen die ersten Blumen… Es gibt so vieles und auch das darf und muss gesehen werden, so dass Gut und Böse sich die Waage halten, wie Yin und Yang.

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